Nach der rechten Kundgebung ist vor dem faschistischen Ostermarsch

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Etwa 100 Menschen fanden sich am vergangenen Freitag am Bautzener Stadtmuseum ein, um gegen eine gleichzeitig abgehaltene Kundgebung der Facebook-Gruppe „Der Widerstand \ Bautzen bewegt sich“ zu protestieren. Unter dem Motto „Solidarität gegen braune Parolen“ waren es vor allem Jugendliche, die erfrischende Zeichen für mehr Menschlichkeit in die Welt schickten. Demgegenüber standen rund 60 Rassisten auf dem Budyšiner Hauptmarkt, die wegen des geringen Interesses ihren angekündigten Rundlauf durch die Stadt absagen mussten und stattdessen zu den Gegendemonstranten zogen. Dort skandierte die arischen North-Face-Models, wie ein Video des Kanals „StreamBZ Fotografie“ zeigt, unter anderem „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen“ und „Warum seid ihr Zecken so leise?“.

Dass Bautzen auch nach dem vergangenen Freitag ein Nazi-Problem hat, wird mit der am kommenden Ostersamstag anberaumten Demo offensichtlich. Versuchte „Der Widerstand \ Bautzen bewegt sich“ noch das rassistische Bürgertum abzugreifen, zielt die Veranstaltung am 26. März einer weiteren Facebook-Gruppe, nämlich „Bautzen Steht Auf“, klar auf die rechtsradikalen Kräfte in der Spreestadt ab. Unter dem Motto „Vereint sind wir stark“ sprechen ab 18 Uhr (Holzmarkt) etwa solche Koryphäen wie David Köckert (Ex-AfD-Mitglied, Ex-NPD-Funktionär, Thügida-Initiator mit Tattoo-Abo), Alexander Kurth (Ex-NPD-Funktionär, jetzt Partei „Die Rechte“, BFF von Ex-Die-Rechte-Kreisvorsitzende Stamm und Polizeikumpel), Ester Seitz (Initiatorin der „Spaltervereinigung“ „Widerstand Ost West“) und Melanie Dittmer (ehemals NPD & ProNRW, Dügida-Initiatorin, hat nun bei „Identitären“ zu sich selbst gefunden).

Für das Gaststätten- und Hotelgewerbe der Stadt Bautzen stellt das Osterfest so ziemlich das Ereignis des Jahres dar. „Das sorbische Osterreiten zieht jährlich zehntausende Besucher aus nah und fern in das mittelalterliche Bautzen“, beschreibt eine Infobroschüre das wohl meistbesuchte Religionsfest der Oberlausitz. Es wäre schön, wenn sich ein Bruchteil der angereisten Gäste an Gegenprotesten gegen den faschistischen Ostermarsch beteiligen könnte. Soweit ich informiert bin, sind an diesem Tag verschiedene Aktionen auf der Bahnhofstraße geplant.

2 Gedanken zu „Nach der rechten Kundgebung ist vor dem faschistischen Ostermarsch

  1. Auch Danke an die 100 Menschen, die können stolz sein, aber in einer Stadt mit fast 40 000 Einwohnern und von den 40 000 könnte es ein paar mehr Vernunftbegabte Wesen
    vor allem Menschliche, geben die zeigen das
    sie gegen Rassismus, gegen Rechts sind…………

  2. Gehört zwar nicht in`s Thema muss es aber loswerden.
    Ich las gerade bei Web.de unter anderem:
    „Wie wird festgestellt, dass ein Migrant ein Flüchtling ist und Anspruch auf Schutz hat? Viele stammen aus arabischen Staaten, geben sich aber als Syrer aus. Wie stellt man den Unterschied fest?………..“
    „Ein Migrant wird beispielsweise mitten in einem einfachen Gespräch aufgefordert, die syrische Nationalhymne zu singen.“

    Das könnten Sie mich auch umsonst fragen, ich habe noch nie eine Hymne gekannt die ersten zwei Worte der Deutschen Nationalhymne. aber dann ist bald Schluß.

    Ich mag solche Patriotischen – Hymnen- u.a. Rituale nicht und ihr?

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