11 Comments

  1. Bernd

    Danke für den Artikel dafür reichts leider bei unseren Medien nicht, am besten man steckte den Kommentar den Bautzenern in den Briefkasten und man könnte sie zum lesen bringen.

    Danke für „Bautzen gegen Brandstifter“

    Es wäre schön gewesen wenn sich tausende Bautzener z. B. auf der Friedensbrücke getroffen hätten, aber (!!!) kann ja noch werden. Wie sagte eine Martin Luther King in US Amerika „Y have a Dream“………

  2. Marcel

    Vor ein Paar Jahren noch habe ich nicht geschwiegen.Mittlerweile schweige ich immer öfter. Der Hass wurde trotz des Dagegenhaltens immer mehr und mehr. Dagegenzuhalten zehrt auch an den eigenen Kräften. Und Mittlerweile scheint der Hass Normalität zu sein. Z. B. bin ich ehrenamtlich bei einer Hilfsorganisation in Bautzen tätig. Es sollten Unterschriften gegen Zitat „Die Asylanten im Husarenhof“ gesammelt werden. Es ging nicht um Alternativen oder „die große Politik“, es sollte gegen „Die Asylanten“ unterschrieben werden. Ich habe als Einziger nicht unterschreiben. Mein Schweigen, Meine Stille ist Ohnmacht. Ohnmacht gegenüber einer menschenverachtenden Grundhaltung, die anders als es z. B. die aktuelle Ausgabe des Oberlausitzer Kurier vermuten lässt, mehr betrifft als ein Paar Betrunkene.

  3. Bernd

    Vertipper, bin von der Maus abgerutscht, wie die von Storch.
    ich meine „I have a Dream“ mit I nicht mit Y.
    Das war ein Freudscher Vertipper, dachte gerad an ein Ypsilon (.-)

  4. Mercurio

    Das Bild, das der Beitrag von Bautzen zeichnet, ist in sich schlüssig. Aber es fehlen im schwarzgemalten Bild ein paar Töne.
    Zunächst muss man den Bautzener an sich betrachten. Der Bautzener ist bedächtiger, vorsichtiger als Menschen in Berlin, Leipzig oder anderswo. Er ist zunächst in Distanz zu den Dingen. Das Fremde ist ihm erstmal nicht geheuer.

    Zum Beispiel: der Bäcker
    Unbekannten Menschen begegnet das Verkaufspersonal oft mit einer Höflichkeit, die nicht über die Pflicht einer Verkäuferin hinausgeht. Nach dem dritten oder vierten Besuch gibt es dann schon mal einen kleinen Scherz. Und später wird man richtig dicke miteinander.

    Jedoch: Es gibt keinen offenen Rechtsextremismus in den Straßen, wie man ihn etwa aus den 90ern kennt. Die vom Verfasser geschilderten Szenen aus Kindheit und Jugend kann man schon als behütet bezeichnen. Da haben sich rund um Bautzen einst viel schwierigere Szenen abgespielt. Die Gewaltbereitschaft der Rechtsextremen war auch höher. Man sieht heute in Bautzen keine phänotypischen Nazis mehr.

    Bautzen hat vielmehr ein Problem, das man als ostdeutsches, sächsisches oder auch nationales, verstehen kann, und womit ich damit das Fazit des Beitrages auch stütze: Bautzen kann nicht Demokratie. Sachsen kann es nicht. Ostdeutschland nicht. Das Volk hat es nicht gelernt. Bsp. Sachsen: Das Volk hätte Biedenkopf – sofern man es gefragt hätte – auch zum König gewählt.

    Aber das Aushandeln von Dingen, das Einbringen, das auch Zeit, Kraft und Nerven kostet, hat man die vergangenen 25 Jahre nicht gelernt. BTW: Es gab auch „oben“ keinen, der das für sinnvoll erachtet hat. Denn Menschen, die sich eingebracht haben, taten dies oft, um etwas zu fordern, das entgegen der herrschenden Linie stand. „Die Demokratie muss das aushalten“ ist da sicher ein Satz mit Symbolgehalt. „Das ist Demokratie“, wäre besser gewesen. Man sieht, das wird ein krasser Lernprozess.

    Wer hinter jedem Bautzener einen Fascho/Rassisten sieht, tut den Bautzener jedoch unrecht. Ich denke, da passt die Überschrift im Oberlausitzer Kurier: „Bautzen zu Unrecht pauschal verurteilt“. Er übersieht dann, dass sich – auch entgegen meinen Erwartungen – die Dinge in Bautzen seit Eintreffen der Flüchtlinge eigentlich gut entwickelt haben. Vor allem meine ich damit die ehrenamtlichen Helfer. Da gibt es ein sehr breites Bündnis, da gibt es auch abseits der Politik viele helfende Hände. Das funktioniert, das kann Vorbild sein – und ist es auch – etwa für umliegende Gemeinden. Dieses Bündnis ist auch durch die Stadt gefördert worden.
    Wie ist aber nun der Brand im Husarenhof einzuordnen?
    Ist es mehr Rostock-Lichtenhagen?
    Oder mehr Sebnitz?
    Ich meine, mit dem
    – Brand des Hotels,
    – der gröhlende Meute davor und
    – den massiven Behinderungen der Feuerwehr,
    – plus die Geschehnisse in Clausnitz,
    – an einem nachrichtenarmen Sonntag,
    – mit dem hochwertigen Bildmaterial und
    – der Presseinformation der Polizei,

    gab es eine gute Grundlage, um die mediale Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Ist der Brandanschlag allein schon schlimm genug, machten der Beifall und die Behinderungen hier den Unterschied.
    In der Sache ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, denn
    – Die Brandursache ist noch nicht geklärt, das war ein professionelles Handeln. War es Versicherungsbetrug, ein Racheakt oder ein fremdenfeindlicher Anschlag? Letzteres sollte dann wirklich Angst machen, denn dann dürften wir – auch im Anblick auf die Zahl der Brände national – von einem NSU 2.0 sprechen.
    – Glaubt man den Augenzeugen vor Ort, haben es tatsächlich ein paar Betrunkene und drei Rechte geschafft, in abfälligen 20 Sekunden ein internationales Medienecho auszulösen.
    – Die Behinderung der Feuerwehr gab es nicht.

    Diese Fakten dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass
    – zu einer anderen Tageszeit ggf. noch mehr Beifall gekommen wäre
    – die Aggressivität in den vergangenen Wochen und Monaten gestiegen ist, die Belege finden sich ja in dem Text
    – das Anzünden des Hotels als Weg der Auseinandersetzung oder Problemlösung von nicht wenigen akzeptiert wird
    – ein fremdenfeindlicher Hintergrund für viele logisch ist
    – es nicht auszuschließen ist, dass die sich weiterdrehende Spirale der Gewalt es auch bei bewohnten Heimen brennen lassen könnte
    Letzteres ist wenige Tage vor #Bautzen bereits in Löbau geschehen. Es war der Sächsischen Zeitung leider nur einen Zehnzeiler auf einer hinteren Seite wert.

    Man darf nicht vergessen: Das angemahnte „Gesicht zeigen“ hat es in der Vergangenheit in vielfältiger Form gegeben. Ob mit der Online-Petition nach den Angriffen auf Sorben, Ausstellungen, Gegendemos, … – das Problem ist, dass es kein Problem löst. Es ist meiner Ansicht nach eher Teil einer medialen Inszenierungsmaschine als Teil der Lösung. Damit erreicht man nur die, die ohnehin auf unserer Seite stehen.

    Dennoch finde ich es anmaßend, die Zahl der „Gesicht Zeigenden“ nach dem Brand und auf der Brücke derart niederzuschreiben. Es sind mehr als die Gegenseite! Natürlich könnten es noch mehr sein. Aber es ist gut, dass es diese Zeichen gibt. Auch wenn sie Teil der Inszenierung sind, was vor allem für Dulig & Co zutrifft. Es ist einfach ekelhaft, in einer solchen Situation sein parteipolitisches Süppchen zu kochen. Denn das bekommen die Menschen mit, sie sind da auch aus den Erfahrungen der Wende feinfühlig.

    Am Ende wird es nur mit politischer Bildung zu richten sein. Und mit Gesprächen. Sollte zu machen sein. Vielleicht kann sich LaBa ja mit einbringen.

  5. Bernd

    Ich muss noch mal etwas loswerden zur jetzigen Zeit.

    Bautzen ist für mich die schönste Stadt der Welt,
    bin sehr Heimatverbunden, aber was zur Zeit hier abläuft, macht mir eine Gänsehaut.

    Fast so wie im Märchen „Von einem der Auzog das Gruseln zu lernen“ nur ist es hier Realität und müßte heißen „Von vielen die sich selbst
    das Gruseln beibringen wollten“
    zumindest wenn man die Einträge vieler besorgter Bürger in Gästebüchern liest.

    Denk ich an Bautzen in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht , würde Heine schreiben……….

  6. Th

    Guten Tag Herr Veselin,
    Der Artikel spricht in Schwarz Weiß denken. Der anders denkt ist der Böse, das ist aber keine Demokratie. Wenn der Geschäftsführer von Henschke-Bau meint, das ist nicht zu schaffen, kann ich das Verstehen, denn er müsste als großer Arbeitgeber die Leute beschäftigen und kann das nur machen, wenn er das Geld dafür verdient. Er wäre doch unehrlich, wenn er behaupten würde das geht, er hätte pro Jahr hundert neue Arbeitsplätze, wenn er keine Aufträge hätte.
    Ich frage Sie mal direkt um eine ehrliche Antwort, Leben Sie von Steuergeldern? Nur so kann ich noch verstehen, das man denkt, Geld für das schaffen wir, ist im Überfluss vorhanden.

  7. Bernd

    Zitat von Mercurio.
    „….– Die Brandursache ist noch nicht geklärt, das war ein professionelles Handeln. War es Versicherungsbetrug, ein Racheakt oder ein fremdenfeindlicher Anschlag?………“

    Du kennst dich aus wenn du schreibst das waren Profis, bloß gut das es kein professionelles handeln bei all den anderen Brandstiftungen in Bautz……….äh…
    Deutschland war, war bestimmt Versicherungsbetrug zumal das sehr oft vorkommt, wenn man künftige Asylbewerberheime anzündet.
    Ich hab da noch eine Idee ob das anzünden nicht vielleicht Außerirdische waren, oder gar die zukünftigen Bewohner und kein braver Bautzener……………..

  8. Bernd

    Auf der Startseite von Bautzen.de gibt es eine neue Rubrik, hatte dort auch geschrieben, aber mein Eintrag wurde, wie es zu vergessenen DDR Zeiten auch gewesen wär, nicht veröffentlicht.

    Außerdem sind dort nur 100 Zeichen möglich obwohl, da scheint es Ausnahmen zu geben.

    Mit der Rubrik „Ich liebe Bautzen, weil …“ möchten wir eine Möglichkeit schaffen, sich für unsere Stadt auszusprechen und positive Zeichen zu setzen.

    Darum mein Eintrag hier weil ich weiß, dass der Eintrag hier veröffentlicht wird:

    „Ich liebe Bautzen trotz der Augenwischerei in
    den Einträgen.

  9. Uhiesscher

    Warum es niemals so sein wird, dass bürgerlich-konservativ denkende Menschen zusammen mit Linken in großer Zahl gegen Nazis aufbegehren werden, zeigt dieser Kommentar leider wieder sehr schön.
    Sie wollen von Ihnen schlichtweg nicht vereinnahmt werden. Allein Ihre Aufzählung, wo Sie rassistische und nazistische Ausfälle mit der Einstufung Tunesiens als sicheres Herkunftsland in eine Reihe stellen, ist ein absoluter Affront. Ich finde, Tunesien ist ein sicheres Herkunftsland und bin dennoch weder ein Nazi, noch AFD Wähler oder dergleichen.

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