Ohrenbetäubende Stille

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Husarenhof

„Orr, gucke mal, ein Neger.“ Was war das auch immer für ein Anblick, wenn sich mal ein nicht-weißer Mensch in die Stadt verirrte. Wie wir uns die Köpfe nach dem vorbeilaufenden Fremden zusammengesteckten und dabei kicherten. Ein Feixen der Verachtung. Springerstiefel-Nazis waren schon damals, zu Beginn der 2000er Jahre, scheiße. Klar. Aber ein Schwarzer, den wir aus Unwissenheit so nie genannt hätten, galt als nicht gleichwertig genug ernst genommen zu werden. Umschrieben mit anrempelndem Gegluckse. Und alle rempelten mit.

Bautzen taumelt. Die trutzige Stadt, die 1429 dem Hussitensturm vom emporsteigenden Granitfelsen trutzte, weiß nicht, welche Schlüsse sie aus dem abgefackelten Dachstuhl des ehemaligen Hotels „Husarenhof“ ziehen soll. Zwischen dem „Jetzt erst recht!“ des zuversichtlichen Oberbürgermeisters und „wir müssen hier weg“-Aussagen Einzelner, schwankt das Bürgertum in so ziemlich alle Himmelsrichtungen. Das Feuer, das in der Nacht zum Sonntag absichtlich in der noch leerstehenden Flüchtlingsunterkunft gelegt wurde, wirkt benebelnd wie ein Haken ans Kinn derjenigen, die aus heiterem Himmel mit den Flammen und der internationalen Berichterstattung konfrontiert wurden.

Ein Anzug. Jackett recht weit geschnitten. Die Knopfleiste bis zur letzten Möglichkeit geschlossen. „Wie sieht denn bitteschön das aus?“, knallte es mir wie ganz selbstverständlich aus dem näheren Familienkreis entgegen. „Wie so ein Sorbe!“ Dass Sorben vom Dorf kamen war klar, dass sie sich nicht anständig kleiden konnten nun auch. Überhaupt haftete diesem Sorbischen etwas Rückständiges an. Das lag vielleicht auch an der Sprache, die irgendwas mit Osteuropa zu tun hatte. In Tschechien gab’s billiges Essen, in Polen Leute die klauten. Weitere Schlüsse über den Umweg der slawischen Sprache zu ziehen lag da natürlich nah. Ansonsten spielte die Minderheit, außer vielleicht am Ostersonntag, zwischen 11:45 – 12:00, wie sie lustig auf dem Osterpferd hoppelte, keine Rolle. Aber wenn, dann in Verbindung mit hochgezogener Augenbraue und leicht wiegendem Kopf.

„Wie konnte denn das alles nur passieren, in unserer kleinen, ruhigen und schönen Stadt?“, fragte mich eine ältere Dame mit Blick auf die verkohlten Dachbalken. „So ruhig“, erwiderte ich „war es hier leider nie.“ Im kneifenden Schneeflockenwirbel verwies die Bautzenerin auf die DDR-Zeit und darauf, dass es dort so etwas nie gegeben hätte. „Wo soll das alles noch hinführen?“ Ich wusste darauf keine Antwort.

Zigaretten holten wir eigentlich immer bei den Fidschis. Gab ja auch sonst keine anderen Menschen, so kurz hinter der Grenze, bei Sohland. Tschechen, die sah man vielleicht in den Tankhäuschen oder in den vereinzelt betriebenen Gaststätten. Die Tschechei war in der Hand von kleinen, fleißigen, aber doch immer anrüchigen Menschen, die kostenlos Feuerzeuge verteilten und dabei lächelten. „Fidschi“ – kein Vokabular, das große Schwierigkeiten im Familien- und Schulumfeld auslöste. Wussten ja alle, wer gemeint war.

„Warst du schon gucken?“, fragte ich eine Bekannte mit vorsichtigem Blick, drei Tage nach dem Brand. „Nein. Morgen vielleicht.“ Nicht wenige Bautz’ner standen an diesen denkwürdigen Tagen noch nicht an der Ruine. Es gibt anscheinend wichtigere Dinge zu tun? Ein Beben der Entrüstung jedenfalls, ist in der Stadt, in der ich über 20 Jahre lebte, nicht zu vernehmen.

Beim Frisör mit 14 Jahren:
Frisörmeister: „Der Typ vor dem Fenster gerade, der geht bestimmt ins Steinhaus.“
Ich: „…“ (leichtes Nicken)
Frisörmeister: „Und jetzt mal bitte den Kopf etwas nach vorn und still halten.“
Ich: „…“
Klar wusste ich, ohne den Blick vom Spiegel zu nehmen, wer sich da auf dem vermeintlichen Weg ins größte Jugendzentrum der Stadt machte: ein Punker mit Iro. In speckiger Lederjacke, mit Nieten. Bier in der Hand und einer Ratte auf der Schulter. Sicher verlaust, beide. Ich war bis zu meinem 18. Lebensjahr nie im Steinhaus. Wusste aber durch Erzählungen, wie es da zuging. Übel.

Dieser Tage ist die Stadt merklich voller als an anderen Tagen. Im trüben Februar verirren sich sonst nur wenige Touristen nach Budyšin. Der halbe Erdball berichtet über Bautzen. Über die rassistischen Ausschreitungen, über das braune Sachsen und über das noch braunere Ostsachsen. Der erste Repräsentant der Stadt möchte diesen Blick auf seinen Ort korrigiert wissen und reist dafür in Sendestudios weit im Norden der Republik, oder sagt in so ziemlich jedes Mikro, dass man sich den Ruf nicht von „Hohlköpfen“ diktieren lassen würde. „Die Diskussionen zum Thema Asyl wurden in letzter Zeit immer sachlich geführt.“

„Überlegt euch doch mal eine Aufgabe.“ Verdutzt schauten wir uns an. Hatte uns der Direktor gerade wirklich ernsthaft dazu aufgefordert, uns selbst etwas für den Unterricht auszudenken, nur weil die Lehrerin krank ist? „Bekommen wir dafür Geld?“, war unsere einhellige Reaktion. Bekamen wir natürlich nicht. Mittelschule bedeutete für uns, das Zeug, das an der Tafel stand, abzuschreiben und zum Tag X auswendig gelernt auf ein Blatt zu kritzeln. Andere Ansprüche hatten wir nicht. Andere Ansprüche hatte niemand innerhalb dieser Bildungseinrichtung. Aktuellen Themen? Wurden auf dem Pausenhof behandelt, ohne die Hinzunahme der ehemaligen Kumpels aus der Hauptschule. Das waren jetzt Assis. Loooooser. Nazis.

Botschaften, die sich explizit für die menschenwürdige Behandlung von Flüchtlingen aussprechen gibt es. Sie kleben an Straßenschildern, an Stromkästen. Und werden abgekratzt. „Willst du ein paar auf’s Maul!?“, so soll ein Mann reagiert haben, als er von einer Passantin gefragt wurde, was er denn da tue, mit seinem Schlüsselbund am „Refugees Welcome“-Aufkleber. „Das geht dich einen Scheiß an, verpiss dich!“ Der massige Mann in luftiger Cargohose und dicker Gürteltasche, die immer den Anschein eines nach außen gestülpten Geschlechtsorgan erwecken, zählt wohl zu jenen wenigen „Hohlköpfen“, die dem Stadtnamen etwas Böses wollen. An einem nieselwettrigen Nachmittag Ende Januar, will einer von ihnen vor allem der mutigen Frau etwas Böses.

„Ja, einen Bürgermeister, den haben wir. Schramm heißt der.“ Demokratie bedeutete für mich, die im Gemeinschaftsunterricht auswendig gelernten Stichpunkte – es waren in LKs immer zwölf, damit der knurrige Lehrer ein Plus oder ein Minus nach den Noten setzen konnte – wie aus dem FF aus dem Hut zu ziehen: Wahlen, Parlament, Kanzler, Panaschieren. Wie der Schramm dahin kam, wo er bereits seit 11 Jahren war, welche Politik er vertrat, was gegen ihn sprach, was er für uns Jugendliche machte – das alles wusste ich nicht, und ich zeigte auch wenig Interesse, diese Umstände zu erforschen. Die eingeübte 12-Punkte-Demokratie war anscheinend etwas für Alte. Schrammi, wie wir ihn hin und wieder nannten, machte jedenfalls auch keine Anstalten uns in irgendeiner Weise für die Kommunalpolitik zu begeistern. Ich ging lieber Fußball spielen oder zu Dynamo.

„Manchmal ist das alles zu viel. Manchmal überlege ich mir, ob ich nicht einfach weggehe.“ Diese Aussagen kommen von ganz tief unten. Nicht einfach so dahin gesagt, weil es an einem H&M fehlt oder der Wind vom Böhmischen her so kräftig durch die alten Schluchten weht. Das Gefühl der Ohnmacht steht dem jungen Mann sprichwörtlich ins Gesicht geschrieben. „Aber dann denke ich mir, ich kann die Leute hier nicht im Stich lassen.“ Gute Musik hilft ihm dabei, Kraft zu tanken im ständigen Kampf gegen die rassistischen Zustände in Bautzen. „Als wir letztes Jahr von etwa 20 Faschos gejagt wurden, war das krass. Erleben möchte ich das nicht noch einmal.“ Aber nicht nur diese gewalttätigen Katz und Maus-Spielchen zehren an den Kräften. Für Gegendemos mobilisieren, um Flüchtlinge kümmern und dann noch 40 Stunden arbeiten. Der überschaubare Kreis an Engagierten, der in der großen Kreisstadt eher im Hintergrund agiert, kommt kaum mehr raus aus dem roten Bereich. Die Straße hat man mittlerweile den verschiedenen Widerstands- und Wehrsportgruppen überlassen.

Die „Bild“-Zeitung, eine treue Begleiterin auf meinem Weg zur Lehre. Eine Ausbildung, an deren Ende ein Job mit 1.100 Euro netto wartete. Hauptsache Arbeit. In meinem Ausbildungsbetrieb, 15 km südlich von Bautzen, war das Springerblatt zu jeder Pause obligatorisch. Was drin stand fand ich zwar manchmal irre, hatte aber nie Grund an den in großen Buchstaben geschriebenen Geschichten zu zweifeln. Intellektuellere lasen die „MoPo“. Was allerdings nie den Weg auf den mit buntem Linoleum ausgekleideten Tisch fand: die Sächsische Zeitung. Zu kleine Schrift. Zu wenige Bilder.

Ich holte dann das Abitur nach. Verließ Bautzen um zu studieren, um zu arbeiten, um wieder zu studieren. Um Bautzen aus der Ferne zu betrachten.

Im Laufe des Sonntags der Schande versammelten sich etwa 300 Menschen zu einer von „Bautzen bleibt bunt – Budyšin wostanje pisany“ angekündigten Mahnwache. Dass sich nicht mehr Bürger am Käthe-Kollwitz-Platz trafen, lag wohl daran, dass die Einladung zur Demo nicht alle in so kurzer Zeit erreichte. In Bautzen braucht es eine schriftliche Einladung zur öffentlichen Empörung. Unmittelbar zum stummen Protest gesellten sich auch bekannte Neonazis. Revier markieren, Antifaschisten beobachten, Angst verbreiten. „Wenn Häuser brennen darf man nicht klatschen“, stand auf einem Plakat in direkter Sichtweite zum verkohlten Giebel. Ob diese dunkel gekleideten Männer unter ihren tiefen Mützen applaudierten, ob sie sich über den Schutthaufen scheckig lachten, ob sie ein Liedchen trällerten über die nun nicht mehr einziehenden Flüchtlinge – es ist anzunehmen. Ein lautes „Haut ab, haut ab, haut ab!“ der anwesenden Bestürzten vernahm ich nicht. Auch ich blieb stumm.

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Dieses „Stumm bleiben“ hat die Stadt mit seinen geraden Hecken und sauberen Straßen in den letzten zwei Jahrzehnten kultiviert. Dafür stellvertretend steht meine Geschichte. Ich maße mir an, wesentliche Teile meiner biographischen Erfahrungen auf viele weitere Bautzenerinnen und Bautzener zu projizieren. Denn vieles, was ich vor zehn Jahren da gelassen habe, finde ich noch heute nahezu unverändert vor. Im Gegensatz zu damals schreit mich diese Ruhe nun aus vollem Halse an. Sie dröhnt förmlich, weil ich weiß, dass vielen Menschen dieser verheerende Brandanschlag am Arsch vorbeigeht. War ja nicht das eigene Haus, was da brannte. Sind ja nicht ihre Bekannten, die nun nicht mehr ins ehemalige Hotel einziehen können. Ist ja nicht ihr Krieg, vor dem die Menschen fliehen. „Wir haben hier auch Probleme!“ Wie gerne würde ich dieses schöne Fleckchen Erde einfach mal kräftig durchschütteln. Gegen die Fensterscheiben der herausgeputzten Doppelhaushälften knallen. *bäng, bäng, bäng*

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Bautzen, das mit seiner ewig langen CDU-Vergangenheit der Klon vieler weiterer Gemeinden in Sachsen sein könnte, schillert in diesem Winter so blank, wie ein Starkstromkabel ohne Isolation. Ist so wehrlos gegenüber äußeren Einflüssen, wie ein Baby, das nach seiner Geburt auf den Kornmarkt gelegt wurde. Mit schwächelndem Immunsystem gegen den fremdenfeindlichen Geist, der sich seit über 20 Jahren zwischen Oberkaina und Burk breit macht, muss die Stadt nun die Konsequenzen ertragen. Darunter leiden vor allem diejenigen Menschen, die in der „Hauptstadt der Oberlausitz“ Schutz suchen. Gegen solche Zustände machten sich am Donnerstag etwa 400 Menschen gerade – nicht 4.000.

Dass die 40.000-Einwohner-Stadt lange Zeit diese für viele Einwohner angenehme Ruhe versprühen konnte, und nur dann laut wurde, wenn ein Tor für Budissa fiel oder die NPD Wahlkampf machte (gegen Nazis ging immer, man ist ja schließlich keiner, aber …), dann lag das daran, dass es an der noch jungen Spree nie einen linken Mainstream gab, der sich mit den zivilen Demokratiefeinden auseinanderzusetzen vermochte. Als ich „Lauter Bautz’ner“ aufbaute, wurde mir einmal vorgeworfen, dass ich überall nur Faschos und Rassisten sehe, wo doch aber gar keine wären. Ein kleiner Witz über Sorben, ein Zwinkern im Angesicht eines Schwarzen. Was macht das schon? Wir sind nun mal besser.
Wenn aber ein CDU-Bürgermeister nach der Ankündigung des Landrats, Flüchtlinge in Bautzen unterzubringen, vom „Schlag ins Gesicht“ redet; wenn ein Gemeindevorsteher bei Bautzen fordert: „Deutsche Kinder zuerst“; wenn der CDU-Kreisverband vom Schlaraffenland träumt und nach Heidenau „Linksextremisten“ rügt; wenn der Geschäftsführer von Henschke-Bau von zu vielen Ausländern geistert; wenn Bürgerversammlungen im Tumult enden und abgebrochen werden müssen; wenn der erfolgreichste Fußballverein der Stadt Naziordner beschäftigt und kein Reaktion auf rassistische Äußerungen weiß (ausgenommen Trainer Hentschel!); wenn ein Stadtverordneter der Linken „keine Asylanten“ in seinem eingemeindeten Dorf möchte; wenn der Chef des CDU-Stadtverbands Asylbewerber mit Autoknackern in einer Überschrift nennt; wenn die Betreiber des Stasi-Knasts Gewalttaten auf Flüchtlinge relativiert; wenn ein Pegida-Hetzer von der Sächsischen Zeitung als „Querkopf“ verharmlost wird; wenn der Oberlausitzer Kurier Tunesien fernab jeder Realität als sicheres Herkunftsland klassifiziert; wenn Schulen faschistische Kriegsverbrecher und Nazi-Lehrer ehren, dann hat Bautzen und seine umliegenden Dörfer logischerweise ein systemisches Problem mit Fremden und, was ebenso schlimm ist, deren (organisierte) Feinde als solche zu erkennen! „So lange die unter sich bleiben, ist doch alles in Ordnung.“

Im Schatten dieser Äußerungen wurde ein Klima geschaffen, in denen sich damals wie heute militante Neonazis ausbreiten und freimütig vernetzen können, ohne über die schwarz lackierten Stolpersteine zu stürzen. Als etwa die mittlerweile verbotenen „Spreelichter“ 2011 in 200-Mann-Stärke mit weißen Masken, Fackeln und Bengalos durch die Stadt spazierten und nebenbei noch ihren viralen YouTube-Hit „Werde unsterblich“ aufnahmen, schwiegen, bis auf die Sächsische Zeitung, alle. Millionenfach wurde der Clip im Netz geteilt, heruntergeladen, bejubelt – die Bewegung der „Unsterblichen“ feierte in Bautzen fröhlichen Urständ und war damit Vorbild für deutschlandweite Aktionen. „Was hier so alles geht“, mögen sich sicher einige jugendliche Bautzener gedacht haben, „da mache ich mit“. Die Bautzener Schulen, auf deren Schulhöfen das Steinhaus noch immer der Ruf einer verlausten Zeckenhöhle vorauseilt, thematisierten dieses Video nie. Genauso wenig wie den Brand des „Husarenhofs“ und deren applaudierende Fans.

Konnten die Maskenmänner damals noch auf ihre brandenburgische Provenienz reduziert werden, sollte spätestens drei Jahre später jedem klar werden, dass in Budyšin einiges schief läuft. Als sich durch ein falsch ausgezeichnetes Straßenschild die Sorbenfeindlichkeit in einer Art und Weise Bahn brach, dass selbst mir der Mund weit offen stehen blieb. Man solle doch Sorben markieren – damit man sie besser ausgrenzen könne, bemerkte einer bei Facebook. Dem damaligen Rathauschef machte es während dieser Tiraden lediglich zu schaffen, dass der Ort, der nun ausgerechnet einen sorbischen Beinamen hat, an Ruf einbüßen könnte. Keine großangelegte Solidemo folgte den späteren Farbattacken auf sorbische Einrichtungen, die als Vergehen von „Schmierfinken“ (Sächsische Zeitung) eingestuft wurden. Kein stadtweiter Protest keimte auf wegen den Überfällen auf sorbische Jugendliche. Wie auch, Sorben versteht man nicht, wenn sie Sorbisch sprechen. Ausgeleuchtet wurden diese Ecken der Menschenfeindlichkeit erst, als Ministerpräsident Tillich auf den medialen Druck hin seinen Polizei-Joker Merbitz aus der Tasche zog und ins Oberlausitzer Feld schickte.

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Das müsse die Demokratie aushalten.“ Dieser Satz wummert noch heute in meinen Ohren. Er wurde im Zusammenhang mit einem nahenden Bürgerbegehren zum Bau des Lauencenters vom damaligen CDU-Oberbürgermeister gesagt. Schramm zeichnete damit unfreiwillig das verquere Demokratieverständnis einer gesamten Politiker- und Entscheidergeneration. Gesellschaftspolitische Diskussionen außerhalb des Stadtrats zu führen oder durch geeignete Maßnahmen anzuregen, war nie en vogue. Über Bautzen indes diskutiert derzeit die ganze Welt, nur im Ort des Geschehens selbst wollen beispielsweise Schulen nicht über die Welt da draußen reden, sich mit ihr auseinandersetzen. Sicher ist es keine Budyšiner Spezialität, wenn in einer solchen Bildungseinrichtung das Tragen von „Refugees Welcome“-Button untersagt wird, weil sich der lümmelnde Jungnazi vom bunten Sticker gestört fühlt. Aber es passt sich geräuschlos in das Bild einer zu tiefst verunsicherten Schrägstrich desinteressierten Stadt ein, die es in der Vergangenheit verpasst hat, durch Meinungsaustausch und Teilhabe den dort lebenden Menschen ein wehrhaftes Demokratieverständnis zu verpassen. Ein Verständnis, das eben nicht mit einem 12 Punkteplan zu beschreiben ist.

Das Leitmedium Nummer 1, die „Bild“-Zeitung, wurde mittlerweile (gefühlt) von Facebook abgelöst. In beiden wird gehetzt bis die Balken brennen, im hellblauen Netzwerk zudem mit Gewalt gedroht. Beide Instrumente prägen seit Jahren die Stimmung hinter den Gardinen. Da war etwa das pastellige Portrait einer rassistischen Bürgerbewegung, oder die erlogenen Schutzwesten für DRK-Mitarbeiter zur Abwehr von messerstechenden Asylbewerbern (beides „Bild“), oder die Gerüchte über die in Gemüseauslagen urinierenden Flüchtlinge und die großflächig geduldeten Diebstähle von Ausländern (alles Facebook). Vieles wird von vielen geglaubt, einiges entsprechend kommentiert. Hat ja auch sonst immer die Wahrheit geschrieben, die „Bild“. Und was in Facebook gesagt wird, kann nicht minder unwahr sein !!! OHDER ???!!!1! „Es sollte noch viel mehr Unterkünfte brennen!“. Auch das ist sicherlich keine Eigenart des Bautzener Bürgertums, aber in der Spreestadt fehlt es an den wesentlichen Grundzügen medienkompetenten Handelns. Und auch diesbezüglich haben Schulen und ja, auch die Stadtbibliothek Bautzen, in den letzten Jahren mit Abwesenheit geglänzt.

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In Bautzen herrsche Vollbeschäftigung, sagte Alexander Ahrens kurz nach dem Brand dem Focus. Damit, so anscheinend seine Vermutung, könne es niemanden schlecht gehen. Müsse niemand ein Haus anzünden. Ich weiß nicht, ob Ahrens Menschen kennt, die sich für etwas mehr als Mindestlohn seit Jahren die Knochen mürbe arbeiten? Etwa bei Bautz’ner Senf. Oder bei den vielen ehrlichen Handwerksbetrieben. Mit dem Selbstwertgefühl, das Lohnarbeit mit sich bringen sollte, ist es bei solchen Beschäftigungsverhältnissen nicht weit her. Im Fahrwasser der eingebetteten Angst vor Fremden, tut sich für diejenigen, für die der Zug der Teilhabe am dienstlichen oder städtischen Leben längst abgefahren scheint, mit Pegida oder einer Bürgerwehr ein Fenster der Zurückeroberung von Selbstbestimmung auf. Es geht hierbei vor allem um Macht. Endlich einmal Macht ausüben, gegenüber Ausländern, gegenüber Muslimen, gegenüber Politikern, gegenüber Journalisten. Die einen haben Angst vor Übergriffen, die anderen vor Wahlniederlagen. Vertreter des Rathauses und des Stadtrats hören auf einmal zu, laden „besorgte Bürger“ zu Stammtischen.

Geht es um die Verurteilung von fremdenfeindlichen Demos herrscht interfraktioneller Konsens im Stadtrat. Vieles aber, wurde in der Vergangenheit von der Zivilgesellschaft einfach laufen gelassen, über vieles wurde eine dicke Schicht Senf geschmiert. Die Angst bzw. die Unfähigkeit vor reflektierter Auseinandersetzung, sitzt womöglich noch tief im Leib der alten Wendegeneration und wird an neue weitergegeben. Was man nicht übt, wird man auch nicht können. Und da wird eben mal ein antisemitisches Graffiti in der Innenstadt, eine rassistische Demonstrationen in unmittelbaren Nähe zur Shopping-Nacht, der NS-Jetzt-Aufkleber am Stromkasten, weiter hinten, der Überfall auf Antifas, Flüchtlinge und Roma, genau vor der Nase ein viral gehender Pop-Fascho, im Gesundbrunnen eine verhinderte Zusammenkunft von Engagierten, und drei Blöcke weiter ein brennender Dachstuhl von der großen Mehrheit nicht als Anschläge auf die zivilisatorischen Werte unserer Gesellschaft wahrgenommen, sondern bestenfalls wegen Ruhestörung oder Sachbeschädigung zur Anzeige gebracht. Wenn solche pointierten Nadelstiche, solche gezielten Angriffe auf Menschen, auf das Grundgesetz, nicht als solche wahrgenommen und nicht ausreichend gekontert werden von Familie, Freunde, Stadt, Medien, Schulen, Kultureinrichtungen, Sportvereinen usw., dann, ja dann ist der Großteil der so wehrhaften Stadt schwer defekt. Zur letzten Landtagswahl 2014 wählten in Bautzen 25 % der Wahlberechtigten AfD und NPD.

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Die Bautzenerinnen und Bautzener taten vor einem halben Jahr gut daran, Alexander Ahrens zu ihrem neuen Oberbürgermeister zu wählen. Es waren wenige, die zur Wahl gingen, dennoch führt nun der parteilose 50-jährige die Geschicke der Stadt. Vor allem seine Statements nach dem Anschlag taten dem Image der 1000-Jährigen, taten den Helfenden gut. Hätte er anders reagiert, womöglich relativiert, wäre der mediale Einschlag weitaus heftiger ausgefallen. Ahrens muss sich allerdings bewusst werden, dass es, wie dargelegt, bei weitem keine flächendeckende Willkommenskultur in der Stadt gibt und dass „Arbeit haben“ keine Markenzeichen von Anti-Rassisten sind. Ahrens muss den Brand zum Anlass nehmen, alle Kultur- und Bildungseinrichtungen, alle wesentlichen Vereine und alle bereits jetzt Engagierten an einen Tisch zu ziehen, um anhand der Geschehnisse einen Bildungsplan für die Stadt zu entwerfen. Dafür gibt es Fachmenschen, die dabei unterstützend tätig werden können.

Bautzens Zivilgesellschaft benötigt dringend einen demokratischen Neustart. Noch gab es keine Toten.

11 Gedanken zu „Ohrenbetäubende Stille

  1. Danke für den Artikel dafür reichts leider bei unseren Medien nicht, am besten man steckte den Kommentar den Bautzenern in den Briefkasten und man könnte sie zum lesen bringen.

    Danke für „Bautzen gegen Brandstifter“

    Es wäre schön gewesen wenn sich tausende Bautzener z. B. auf der Friedensbrücke getroffen hätten, aber (!!!) kann ja noch werden. Wie sagte eine Martin Luther King in US Amerika „Y have a Dream“………

  2. Vor ein Paar Jahren noch habe ich nicht geschwiegen.Mittlerweile schweige ich immer öfter. Der Hass wurde trotz des Dagegenhaltens immer mehr und mehr. Dagegenzuhalten zehrt auch an den eigenen Kräften. Und Mittlerweile scheint der Hass Normalität zu sein. Z. B. bin ich ehrenamtlich bei einer Hilfsorganisation in Bautzen tätig. Es sollten Unterschriften gegen Zitat „Die Asylanten im Husarenhof“ gesammelt werden. Es ging nicht um Alternativen oder „die große Politik“, es sollte gegen „Die Asylanten“ unterschrieben werden. Ich habe als Einziger nicht unterschreiben. Mein Schweigen, Meine Stille ist Ohnmacht. Ohnmacht gegenüber einer menschenverachtenden Grundhaltung, die anders als es z. B. die aktuelle Ausgabe des Oberlausitzer Kurier vermuten lässt, mehr betrifft als ein Paar Betrunkene.

  3. Vertipper, bin von der Maus abgerutscht, wie die von Storch.
    ich meine „I have a Dream“ mit I nicht mit Y.
    Das war ein Freudscher Vertipper, dachte gerad an ein Ypsilon (.-)

  4. Das Bild, das der Beitrag von Bautzen zeichnet, ist in sich schlüssig. Aber es fehlen im schwarzgemalten Bild ein paar Töne.
    Zunächst muss man den Bautzener an sich betrachten. Der Bautzener ist bedächtiger, vorsichtiger als Menschen in Berlin, Leipzig oder anderswo. Er ist zunächst in Distanz zu den Dingen. Das Fremde ist ihm erstmal nicht geheuer.

    Zum Beispiel: der Bäcker
    Unbekannten Menschen begegnet das Verkaufspersonal oft mit einer Höflichkeit, die nicht über die Pflicht einer Verkäuferin hinausgeht. Nach dem dritten oder vierten Besuch gibt es dann schon mal einen kleinen Scherz. Und später wird man richtig dicke miteinander.

    Jedoch: Es gibt keinen offenen Rechtsextremismus in den Straßen, wie man ihn etwa aus den 90ern kennt. Die vom Verfasser geschilderten Szenen aus Kindheit und Jugend kann man schon als behütet bezeichnen. Da haben sich rund um Bautzen einst viel schwierigere Szenen abgespielt. Die Gewaltbereitschaft der Rechtsextremen war auch höher. Man sieht heute in Bautzen keine phänotypischen Nazis mehr.

    Bautzen hat vielmehr ein Problem, das man als ostdeutsches, sächsisches oder auch nationales, verstehen kann, und womit ich damit das Fazit des Beitrages auch stütze: Bautzen kann nicht Demokratie. Sachsen kann es nicht. Ostdeutschland nicht. Das Volk hat es nicht gelernt. Bsp. Sachsen: Das Volk hätte Biedenkopf – sofern man es gefragt hätte – auch zum König gewählt.

    Aber das Aushandeln von Dingen, das Einbringen, das auch Zeit, Kraft und Nerven kostet, hat man die vergangenen 25 Jahre nicht gelernt. BTW: Es gab auch „oben“ keinen, der das für sinnvoll erachtet hat. Denn Menschen, die sich eingebracht haben, taten dies oft, um etwas zu fordern, das entgegen der herrschenden Linie stand. „Die Demokratie muss das aushalten“ ist da sicher ein Satz mit Symbolgehalt. „Das ist Demokratie“, wäre besser gewesen. Man sieht, das wird ein krasser Lernprozess.

    Wer hinter jedem Bautzener einen Fascho/Rassisten sieht, tut den Bautzener jedoch unrecht. Ich denke, da passt die Überschrift im Oberlausitzer Kurier: „Bautzen zu Unrecht pauschal verurteilt“. Er übersieht dann, dass sich – auch entgegen meinen Erwartungen – die Dinge in Bautzen seit Eintreffen der Flüchtlinge eigentlich gut entwickelt haben. Vor allem meine ich damit die ehrenamtlichen Helfer. Da gibt es ein sehr breites Bündnis, da gibt es auch abseits der Politik viele helfende Hände. Das funktioniert, das kann Vorbild sein – und ist es auch – etwa für umliegende Gemeinden. Dieses Bündnis ist auch durch die Stadt gefördert worden.
    Wie ist aber nun der Brand im Husarenhof einzuordnen?
    Ist es mehr Rostock-Lichtenhagen?
    Oder mehr Sebnitz?
    Ich meine, mit dem
    – Brand des Hotels,
    – der gröhlende Meute davor und
    – den massiven Behinderungen der Feuerwehr,
    – plus die Geschehnisse in Clausnitz,
    – an einem nachrichtenarmen Sonntag,
    – mit dem hochwertigen Bildmaterial und
    – der Presseinformation der Polizei,

    gab es eine gute Grundlage, um die mediale Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Ist der Brandanschlag allein schon schlimm genug, machten der Beifall und die Behinderungen hier den Unterschied.
    In der Sache ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, denn
    – Die Brandursache ist noch nicht geklärt, das war ein professionelles Handeln. War es Versicherungsbetrug, ein Racheakt oder ein fremdenfeindlicher Anschlag? Letzteres sollte dann wirklich Angst machen, denn dann dürften wir – auch im Anblick auf die Zahl der Brände national – von einem NSU 2.0 sprechen.
    – Glaubt man den Augenzeugen vor Ort, haben es tatsächlich ein paar Betrunkene und drei Rechte geschafft, in abfälligen 20 Sekunden ein internationales Medienecho auszulösen.
    – Die Behinderung der Feuerwehr gab es nicht.

    Diese Fakten dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass
    – zu einer anderen Tageszeit ggf. noch mehr Beifall gekommen wäre
    – die Aggressivität in den vergangenen Wochen und Monaten gestiegen ist, die Belege finden sich ja in dem Text
    – das Anzünden des Hotels als Weg der Auseinandersetzung oder Problemlösung von nicht wenigen akzeptiert wird
    – ein fremdenfeindlicher Hintergrund für viele logisch ist
    – es nicht auszuschließen ist, dass die sich weiterdrehende Spirale der Gewalt es auch bei bewohnten Heimen brennen lassen könnte
    Letzteres ist wenige Tage vor #Bautzen bereits in Löbau geschehen. Es war der Sächsischen Zeitung leider nur einen Zehnzeiler auf einer hinteren Seite wert.

    Man darf nicht vergessen: Das angemahnte „Gesicht zeigen“ hat es in der Vergangenheit in vielfältiger Form gegeben. Ob mit der Online-Petition nach den Angriffen auf Sorben, Ausstellungen, Gegendemos, … – das Problem ist, dass es kein Problem löst. Es ist meiner Ansicht nach eher Teil einer medialen Inszenierungsmaschine als Teil der Lösung. Damit erreicht man nur die, die ohnehin auf unserer Seite stehen.

    Dennoch finde ich es anmaßend, die Zahl der „Gesicht Zeigenden“ nach dem Brand und auf der Brücke derart niederzuschreiben. Es sind mehr als die Gegenseite! Natürlich könnten es noch mehr sein. Aber es ist gut, dass es diese Zeichen gibt. Auch wenn sie Teil der Inszenierung sind, was vor allem für Dulig & Co zutrifft. Es ist einfach ekelhaft, in einer solchen Situation sein parteipolitisches Süppchen zu kochen. Denn das bekommen die Menschen mit, sie sind da auch aus den Erfahrungen der Wende feinfühlig.

    Am Ende wird es nur mit politischer Bildung zu richten sein. Und mit Gesprächen. Sollte zu machen sein. Vielleicht kann sich LaBa ja mit einbringen.

  5. Ich muss noch mal etwas loswerden zur jetzigen Zeit.

    Bautzen ist für mich die schönste Stadt der Welt,
    bin sehr Heimatverbunden, aber was zur Zeit hier abläuft, macht mir eine Gänsehaut.

    Fast so wie im Märchen „Von einem der Auzog das Gruseln zu lernen“ nur ist es hier Realität und müßte heißen „Von vielen die sich selbst
    das Gruseln beibringen wollten“
    zumindest wenn man die Einträge vieler besorgter Bürger in Gästebüchern liest.

    Denk ich an Bautzen in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht , würde Heine schreiben……….

  6. Guten Tag Herr Veselin,
    Der Artikel spricht in Schwarz Weiß denken. Der anders denkt ist der Böse, das ist aber keine Demokratie. Wenn der Geschäftsführer von Henschke-Bau meint, das ist nicht zu schaffen, kann ich das Verstehen, denn er müsste als großer Arbeitgeber die Leute beschäftigen und kann das nur machen, wenn er das Geld dafür verdient. Er wäre doch unehrlich, wenn er behaupten würde das geht, er hätte pro Jahr hundert neue Arbeitsplätze, wenn er keine Aufträge hätte.
    Ich frage Sie mal direkt um eine ehrliche Antwort, Leben Sie von Steuergeldern? Nur so kann ich noch verstehen, das man denkt, Geld für das schaffen wir, ist im Überfluss vorhanden.

  7. Zitat von Mercurio.
    „….– Die Brandursache ist noch nicht geklärt, das war ein professionelles Handeln. War es Versicherungsbetrug, ein Racheakt oder ein fremdenfeindlicher Anschlag?………“

    Du kennst dich aus wenn du schreibst das waren Profis, bloß gut das es kein professionelles handeln bei all den anderen Brandstiftungen in Bautz……….äh…
    Deutschland war, war bestimmt Versicherungsbetrug zumal das sehr oft vorkommt, wenn man künftige Asylbewerberheime anzündet.
    Ich hab da noch eine Idee ob das anzünden nicht vielleicht Außerirdische waren, oder gar die zukünftigen Bewohner und kein braver Bautzener……………..

  8. Auf der Startseite von Bautzen.de gibt es eine neue Rubrik, hatte dort auch geschrieben, aber mein Eintrag wurde, wie es zu vergessenen DDR Zeiten auch gewesen wär, nicht veröffentlicht.

    Außerdem sind dort nur 100 Zeichen möglich obwohl, da scheint es Ausnahmen zu geben.

    Mit der Rubrik „Ich liebe Bautzen, weil …“ möchten wir eine Möglichkeit schaffen, sich für unsere Stadt auszusprechen und positive Zeichen zu setzen.

    Darum mein Eintrag hier weil ich weiß, dass der Eintrag hier veröffentlicht wird:

    „Ich liebe Bautzen trotz der Augenwischerei in
    den Einträgen.

  9. Warum es niemals so sein wird, dass bürgerlich-konservativ denkende Menschen zusammen mit Linken in großer Zahl gegen Nazis aufbegehren werden, zeigt dieser Kommentar leider wieder sehr schön.
    Sie wollen von Ihnen schlichtweg nicht vereinnahmt werden. Allein Ihre Aufzählung, wo Sie rassistische und nazistische Ausfälle mit der Einstufung Tunesiens als sicheres Herkunftsland in eine Reihe stellen, ist ein absoluter Affront. Ich finde, Tunesien ist ein sicheres Herkunftsland und bin dennoch weder ein Nazi, noch AFD Wähler oder dergleichen.

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