Bautzen – eine kleine Chronik der Angst und Verunsicherung

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Facebookseite Bürgerwehr Bautzen

Wie bereits im Blog berichtet, kam es am Heiligabend des letzten Jahres zu einigen Problemen im Steinhaus Bautzen. Die Inhalte der Problematik und die Vorfälle vom 24.12.2015 wurden daraufhin am 04.01.2016 im Steinhaus diskutiert. Die bisherigen Erkenntnisse und Ergebnisse wurden später auch online gestellt.

Eines der angesprochenen Themen war, dass seitens des Publikums festgestellt wurde, dass sich einige Angestellte der im Steinhaus agierenden Securityfirma wohl dem rechten Spektrum zuordnen ließen. Anhand von diversen Kleidungsmarken, Tattoos und Äußerungen gegen Gäste wurde dies bemerkt. Der Geschäftsführer der Securityfirma dementierte diese Vorwürfe in der Gesprächsrunde am 04.01. im Beisein eines seiner Angestellten. Beide wollten sich den Vorwurf des Agierens im oder mit dem rechten Spektrum verwehren.

Während der Tage zwischen den Vorfällen im Steinhaus und dem danach gesuchten Gespräch zwischen Steinhaus, Securityfirma und Gästen wurde in Bautzen bekannt, dass im derzeitigen Hotel am Husarenhof eine Asylunterkunft entstehen soll und das Hotel seine Pforten schließe. Auch anderen Geschäftsbetreibern wurde in dem Komplex die Kündigung ausgesprochen. Auch aufgrund dieser Vorfälle kam es, wie derzeit üblich in Sachsen, am Abend des 14.01. und am Nachmittag des 15.01. in Bautzen zu fremdenfeindlichen Aufmärschen, bei denen sich über 300 Menschen beteiligten.

Abseits des zweiten Aufmarsches am Samstag versuchte das Bündnis Bautzen bleibt bunt am Husarenhof eine Infoveranstaltung für alle Anwohner abzuhalten. Diese Veranstaltung wurde gleich zu Beginn von Nazis gestört; der Stand wurde umgeworfen und die Menschen des Bündnisses beschimpft. Darauf erfolgte eine Meldung bei der Polizei und man stellte bis zu drei Polizeitransporter am Käthe-Kollwitz-Platz auf, um das Geschehen zu beobachten. Am Rande der Kundgebung fanden sich auch stadtbekannte Neonazis ein, womit sich eine durchaus bedrohliche Szenerie beobachten ließ. Das pikante Detail an der Sache war, dass sich unter der Gruppe Neonazis auch der Angestellte der Securityfirma aufhielt, der noch am 04.01. im Beisein seines Arbeitgebers und mit dessen Unterstützung jedweden Umgang mit Nazis abstritt. („Man kenne das Klientel nicht und lehne so etwas auch ab“). Wie der Nachmittag aus der Sicht des Bündnisses ablief, kann man hier  nachlesen.

Im Zeitraum zwischen Weihnachten und den Aufmärschen gründete sich, wie scheinbar auch gerade in Mode, auf Facebook eine Gruppe mit dem Namen Bürgerwehr Bautzen/Husarenhof. Über die Fragwürdigkeit einer solchen Bürgerwehr soll hier nicht geurteilt werden. Es sollte aber jedem Menschen klar sein, dass Wild West Methoden nicht unbedingt zur Sicherheit in Bautzen beitragen, sondern Anwohner eher verschrecken.
Aktuell ist einer der Administratoren der Bürgerwehrseite ein Angestellter der Securityfirma, die sich am 04.01.2016 im Steinhaus mit schweren Vorwürfen auseinandersetzen musste.

10 Gedanken zu „Bautzen – eine kleine Chronik der Angst und Verunsicherung

  1. Vor einer Bürgerwehr solten die Leute eher Angst haben.

    Aber da werden die Bautzener Pegidisten gern
    mitmachen.

    Endlich kann man zeigen wie stark man in der Gruppe ist und den Einzelnen…………………

    1. #Bernd
      Welche Leute sollen Angst vor einer Bürgerwehr haben?????
      Warum sollen die Pegidisten da mit machen????
      Bernd, Stellst du Dich so einen typischen Pegidisten vor?
      Falls Du mal einen anderen kennenlernen möchtest, stelle ich mich gerne zur Verfügung.

  2. Das ist öffentlicher Rufmord der hier begangen wird!
    In dem Artikel scheint es ja so als ob die Security im Steinhaus diese Vorfälle verursacht hätte und jetzt die Bürgerwehr Bautzen die Straßen von Bz unsicher macht!
    Das ist alles quatsch!
    Hier wird ohne Beweise und ohne jegliche Argumente die Security Firma und ein großer Teil von Bautzens Bürgern diffamiert!
    Der Artikel ist völlig aus dem Zusammenhang gerissen und ist bei der Modeerscheinung Propaganda gegen „Rechts“ ganz vorne mit dabei.

    1. Hallo,
      Rufmord ist es nicht. Es ist, wie der Artikel als Überschrift trägt, eine Chronik von Vorfällen innerhalb von Bautzen, bei denen es zu personellen Überschneidungen kam. Was daraus der Leser zieht, ist allein seine Sache. All die genannten Vorfälle, wurden entweder dokumentiert, oder sind durch mehrere Aussagen von beteiligten Personen gedeckt. Darunter fallen eben auch diverse Vorfälle im Steinhaus.
      Das jetzt eine Bürgerwehr in Bautzen agieren möchte, und es dort wiederum zu personellen Überschneidungen mit Mitarbeitern der Securityfirma kommt ist allein deren Problem.
      Die Frage die sich stellt ist, warum und mit welchen Rechtsmitteln es eine Bürgerwehr geben soll. Für Recht und Ordnung sorgen immer noch Polizei und Staatsanwaltschaft und nicht selbsternannte Hilfsscheriffs. Anbei ein Zitat der Polizei Sachsen welches sich die Initiatoren der Bürgerwehr zu Gemüte führen sollten
      „Die Polizei Sachsen beobachtet die Gründung von Bürgerwehren sehr genau und mit großer Sorge. Wir werden und können sie weder akzeptieren noch mit ihnen zusammenarbeiten. Die Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung ist monopolistischer Auftrag des Staates. Privatpersonen verfügen nicht über die erforderliche Rechtssicherheit sowie erforderliche Befugnisse, eine entsprechende Ausbildung und sie sind auch versicherungsrechtlich nicht hinreichend geschützt. Im Einzelfall bewegen sie sich jenseits ihrer Jedermannsrechte am Rande der Strafbarkeit.“
      Bei dem Thema Modeerscheinung möchte ich dezent auf die Städte(Düsseldorf, Bielefeld, Leipzig, Dortmund) verweisen in denen mittlerweile Bürgerwehren agieren/agierten. Da braucht es keine „Propaganda“ gegen „Rechts“, da sich ein nicht unerheblicher Teil der Bürgerwehren bzw. deren Anhänger schon dort befindet.

  3. Zitat von Freki:“………und jetzt die Bürgerwehr Bautzen die Straßen von Bz unsicher macht!“
    Zitatende

    Das wird auch so werden falls die Bürgerwehren(.-() „Sicherheit“ schaffen dürfen ………..
    Bald sind manche dann beim lynchen
    und man muß sich jeden nach links oder rechts Schritt überlegen, denn es könnte ja der Bürgerwehr missfallen…………………..

  4. Zitat von Obermaier:

    „Welche Leute sollen Angst vor einer Bürgerwehr haben?????

    Warum sollen die Pegidisten da mit machen????
    Bernd, Stellst du Dich so einen typischen Pegidisten vor?
    Falls Du mal einen anderen kennenlernen möchtest, stelle ich mich gerne zur Verfügung.“
    zur ersten Frage:
    ALLE!!!
    zur zweiten:

    Bei den Aussagen von Pegida, könnte ich
    mir das sehr wohl vorstellen………….

    zur dritten Antwort:
    es wär mir ein vergnügen, obwohl ich mir das mit dem vergnügen noch nicht so recht vorstellen kann, bei den Aussagen von Pegida Leuten z.B. wenn versch. Medien einen Pegida-Läufer……..äh..Spaziergänger fragen antwortet er————–NICHT dann kommen gleich rufe wie Lügenpresse, mit euch reden wir nicht……………………….

  5. Eine Frage wäre schon mal, warum ich im Steinhaus eine Sicherheitsfirma brauche und nicht die Polizei die Sicherheit garantiert?

    Laut Homepage Hausordnung: Das STEINHAUS BAUTZEN ist ein Soziokulturelles Zentrum und zeichnet sich durch eine sparten- und generations-übergreifende Arbeit aus. Wir streben ein respektvolles Miteinander an, geprägt von Empathie und Toleranz. Das Mitführen von Waffen aller Art ist verboten. Das heißt der Betreiber rechnet damit, das Besucher im Steinhaus bewaffnet sein könnten.

    Aus meiner Sicht läuft etwas verkehrt, wenn ich eine Sicherheitsfirma brauche um die Besucher voreinander zu schützen.

    Da sich zur Zeit überall Bürgerwehren gründen, läuft wohl auch etwas in unserem Land verkehrt.

    Was könnte die Ursache sein?

  6. #Bernd
    Welche Leute sollen Angst vor einer Bürgerwehr haben?????

    Darum z.Bp.:

    https://youtu.be/-f8w9c-eSHU

    Beim nächstenmal wird vorher erschossen, bis die Polizei kommt und dann ist es Nacht und ein Nachbar der aus Versehen erschossen wird……..

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