Le Havre – Teil 3: Landschaft und Umgebung

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Vor einem halben Jahr besuchte ich für reichlich zwei Wochen die französische Hafenstadt Le Havre, Normandie. Nord-Normandie. Und gerne möchte ich da wieder hin. Warum? Das schreibe ich euch in drei Teilen auf den weißen Bildschirm – Teil 1 beschäftigte sich mit den Häusern in Le Havre. Teil 2 mit dem, was darauf zu sehen ist. Und der dritte und letzte Teil mit dem, was Le Havre umgibt. Amusez.

Der Winter ist eingekehrt in Mitteleuropa. Auch an der sonst so schmausigen Atlantikküste, bei Le Havre, schafft es der gefärbte Alkohol derzeit nur noch auf ein Grad über Null. Im Herzen aber lebt er weiter, der Sommer in der Normandie.

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Nördlich von Le Havre liegt die kleine Ortschaft Étretat, die Reisende ganz gut zu Fuß oder bequem mit dem Bus erreichen können. Das unmittelbar am Ärmelkanal errichtete Dorf schlummert in einem Bett aus Wasser und steilen Felsklippen.

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Jene malerischen Felsformationen, die von Monet in einigen seiner Zeichnungen festgehalten wurden …

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… ziehen so ziemlich jeden Menschen an, den die Normandie in den heißen Monaten zu bieten hat – dementsprechend voll ist es am grobkörnigen Strand und auf den umliegenden Steinformationen. Auf denen wiederum lässt man Rindviecher noch Rindviecher sein – viele Künstler sahen sich einst bemüßigt, den Vierbeinern ganze Dekaden ihres Schaffens zu widmen.

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Betrachtet man den etwa 250 km langen Küstenstreifen zwischen Étretat und Cherbourg-Octeville aus der nicht weit zurückliegenden Geschichtsbrille, kann man noch heute die anlandenden Alliierten erkennen, die am 6. Juni 1944 im Rahmen der „Operation Neptune“ die zweite Front gegen das faschistische Deutschland eröffneten. Den Ereignissen vom Sommer ’44 und der vierjährigen Besatzung ist eine beeindruckende Ausstellung in Caen, südlich von Le Havre, gewidmet.

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Nach der Begehung des Mémorials bekommt die filmische Umsetzung der Geschehnisse rund um den D-Day in Gestalt des „Soldaten James Ryan“ nochmal eine ganz andere Tiefe.

Von Caen aus, das von Le Havre ebenso gut mit dem Bus zu erreichen ist, geht es mit dem Zug in den östlichsten Teil der Normandie, nach Rouen, einer imposanten Mittelalter- und gleichzeitig lebendige Studentenstadt. Die etwa 2000 Jahre alte Hafenmetropole liegt direkt an der Seine und ist die Hauptstadt der Region Normandie.

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Vom Rouener Bahnhof bietet sich dann die Möglichkeit mit dem TGV wieder zurück an die Küste zu fahren, nach Le Havre.