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  1. Th

    Man sollte erwähnen, das sich im Haus 2 Arztpraxen befinden, die auch kurzfristig gekündigt wurden. Wenn ich daran denke wie lange wir telefoniert haben um eine Arztpraxis in Bautzen zu finden, die unsere betagten Eltern in der Nähe des Wohnortes betreut. Das nennt sich heute Demokratie und ich soll Schutzsuchende willkommen rufen. Ich frage mich wann demnächst Mieter ihre Wohnungen verlassen müssen.

    • Logisch ist das in einer gewissen Art und Weise ärgerlich. Nur handelt sich bei der Unterbringung und Versorgung von Kriegsflüchtlingen um eine so viel größere Sache, um einen so sehr über allen Ebenen schwebenden humanitären Akt, dass man es in gar keinstem Falle mit einem oder zweihundert Telefonaten vergleichen kann!

      Und was die Kündigung von Mietverhältnissen angeht: Das ist, auch wenn es durchaus schmerzlich ist, das gute Recht des Eigentümers nach geltender (demokratisch ausgehandelter) Rechtslage den Mietern zu kündigen. Das passiert in Deutschland öfter am Tag – interessant wird es für die besorgte Zivilgesellschaft aber erst dann, wenn Flüchtlinge in die verlassenen Wohnungen ziehen sollen.

  2. Th

    Hier kommt es auf die Betrachtungsweise an. Natürlich läuft alles im rechtlichen Rahmen ab. Sogar langjährigen Mietern gehört natürlich nicht das Haus und sie müssten, wenn sie keine anderen Gewerberäume finden selbstverständlich alle Mitarbeiter entlassen und ihr Gewerbe abmelden, damit Schutzsuchende im Winter nicht auf der Straße sitzen müssten. Natürlich aber nur, wenn man die Macht dazu hat zu kündigen und meint das diese Entscheidung für die Mehrheit der Einwohner im Landkreis alternativ los ist. Da kommt es halt auf ein paar Gewerbetreibende nicht an.

    Ich sehe es anders, damit möglichst viele Asylbewerber in einer Unterkunft untergebracht werden können, werden die bisherigen Mieter, die auch ihre Miete und Steuern für die Gewerberäume bezahlt haben gekündigt. Das ist für mich der Skandal, das man die eigenen Einwohner des Landkreises raus wirft aus den Gewerberäumen und in Kauf nimmt, das sie Ihre Existenz verlieren. Vermutlich können solche alternativlosen Entscheidungen nur Menschen treffen, die von Steuerzahler bezahlt werden und noch nie selbst einmal in Region Oberlausitz als Selbstständige gearbeitet haben. Der Asylbewerber kann nicht im Winter auf der Straße sitzen, aber der Gewerbetreibende der im Landkreis Bautzen lebt.

    Ich habe mit solchen Entscheidungen das Problem das ich auch in einer Mietwohnung wohne und auch jederzeit gekündigt werden könnte, wenn meine Wohnungsgesellschaft der Meinung wäre dass Asylbewerber nicht im Winter auf der Straße sitzen könnten, aber ich als bisheriger Mieter könnte das ja jederzeit, weil ich ja in einen anderen Landkreis oder sogar Land ziehen könnte.

    • Ich weiß gar nicht, wie viele Gewerbetreibende pleitegingen, als die Büroräume im Gewerbegebiet „Greenpark“ aufgegeben werden mussten. Haben Sie da vielleicht Zahlen? Ich weiß nur, dass die Stadt Bautzen aktiv wurde, um den Mitparteien bei der Suche nach neuen Geschäftsräumen zu helfen. Insofern kann nicht von einer flächendeckenden Existenzbedrohung durch den Zuzug von Asylbewerbern ausgegangen werden.

      Und das ganze Häuserzeilen voller Mietwohnungen geräumt werden, davon ist auch nicht auszugehen. Auch Sie, als unmittelbar Grundgesetztbetroffener, haben das Recht auf eine warme Unterkunft. Und aus Deutschland abgeschoben wurden bisher nur jene ohne einen entsprechenden Pass. Das kann Sie, da gehe ich jetzt einfach mal davon aus, auch nicht betreffen.

      Bewahren Sie Ruhe, und das meine ich ganz im Ernst.

  3. Th

    Guten Tag Herr Veselin

    Bewahren Sie Ruhe, und das meine ich ganz im Ernst.
    Ich vermute Herr Veselin, das sie sehr viel Jünger sind als ich, der schon öfters mal gehört hat wir schaffen das, aber letztlich belogen wurde oder wenn man es anders sieht, hat es einfach nicht geklappt mit dem wir schaffen das.

    Ausgangslage Alternativlose Kündigung der bisherigen Mieter, damit eine neue Firma zur Betreuung von Asylbewerbern die Gewerberäume übernehmen kann.

    Wenn ich ein guter sein will im Sinne der bunten Sozialromantiker: akzeptiere ich selbstverständlich die Kündigung meiner Gewerberäume, entlasse meine Mitarbeiter, falls ich kurzfristig keine neuen Gewerberäume finde. Wer keine neue Arbeitsmöglichkeit findet, meldet sich beim Arbeitsamt an, erhält eine Umschulung als Fachkraft für Wachschutz, damit er zukünftig Asylbewerber bewachen kann, oder verlässt als junger Mensch die Oberlausitz oder gleich Deutschland, wie mein Sohn. Ich, als älterer melde mich bei den bunten Sozialromantikern an und erhalte eine Spende vom Verkauf der Socken für den kauf einer Trompete. Zukünftig versuche ich die Nazis auf ihren Versammlungen zu stören, die nicht mit Ihrer Kündigung einverstanden sind. Ich denke ab jetzt, wenn ich kein Nazi sein will, Köln Silvester sind bedauerliche Einzelfälle betrunkener, die leicht mit mehr Polizei, mehr Kameras, mehr Integration, mehr Lehrern, mehr sozialen Wohnungsbau, also vor allem mit Geld, das bisher nicht vorhanden war, gelöst wird, denn wir schaffen das ja. Da es auf der Welt sehr viele Menschen schlechter geht, als bei uns in Deutschland muss ich immer mehr Gewerberäume kündigen und immer mehr arbeiten in der Asylindustrie. Da viele nicht daran glauben wollen, das ich die Welt mit meiner Trompete retten kann, gibt es gleichzeitig immer mehr Nazis, die nicht einsehen wollen, das Bibliotheken, Schwimmbäder und Theater geschlossen werden müssen, weil keiner unserer Asylgäste im kalten schlafen kann.

    Klingt auf den ersten Blick etwas krass Herr Veselin oder? Als junger Mensch in der DDR Schule war ich ganz begeistert, Geld brauchen wir im Kommunismus nicht mehr, nur eine große Armee die unsere Errungenschaften schützt. Die hat natürlich in Wirklichkeit eine Menge Geld gekostet, so dass ich den Kommunismus in der DDR nicht erlebt habe und zuletzt nichts mehr da war, wo für man eine große Armee gebraucht hätte. Heute scheint mir die Lage ähnlich zu sein. Ich kündige die Gewerbetreibenden die Steuern zahlen in der Oberlausitz und gleichzeitig fördere ich die Asylindustrie mit Hilfe des Trompeters, die von Steuern lebt. Kurzfristig habe ich ein Problem gelöst, aber wie soll es langfristig mit Integration, Lehrern, Bibliotheken, Theater, Fernsehen in vielen Sprachen geschehen. Ich könnte mich vorstellen, das mancher auf Fördermittel von der EU für die Asylindustrie hofft. Hier kann man sich aber ganz leicht im Internet mit Übersetzungsprogrammen informieren, wie andere Länder in der EU über unsere Asylindustrie und Sozialromantiker denken. Ich vermute das wir alle damit ganz alleine klarkommen müssen. Vermutlich kostet das richtig viel Geld, wenn die Asylbewerber nicht nur von der Asylindustrie betreut werden sollen, unter dem Motto der günstigste erhält den Zuschlag. Daran sollte man denken, wenn man alternativlos die Gewerberäume kündigt.

    Bitte, bitte, bitte nicht auch noch unsere Gewerbetreibenden kündigen. Womit wollt ihr dann alles bezahlen?

    PS. Ich habe mal geschaut wie lange sie die LaBa-Spenden-Socke verkaufen und es immer noch nicht geschafft haben die Socke an den Mann zubringen. Nun stellen Sie sich mal vor, wenn man die Verantwortung für mehrere Angestellte hat, wie viel Mühe es macht damit am Monatsende jeder Angestellte seinen Lohn erhält.

    Ich möchte Sie nicht beleidigen Herr Veselin, sondern nur zeigen, das man den Gewerbetreibenden aus Sicht des „Nazis“ nicht kündigen dürfte, wenn man sich eine Asylindustrie zum Weltretten leisten möchte.

    • Herr / Frau / Genderqueer Th, vielen Dank für Ihre vielen Zeilen. Die Fragen wurde aber nicht weniger. So zum Beispiel wäre es schön zu erfahren, was Sie genau unter „Asylindustrie“ verstehen. Jene Antwort wird mir dann wiederum helfe zu verstehen, was die LaBa-Spenden-Socke in dieser Industrie zu suchen hat. Sie, also die Socken, sollte nämlich ein exklusives Nischenprodukt bleiben.

      • Th

        Hallo Herr Veselin,
        Unter Asylindustrie verstehe ich, wenn ein Anbieter Asylbewerber im großen Stil in einem Heim betreut. In der Regel müssen Stadt und Gemeinden per Gesetz für die Unterbringung bezahlen. Da es kaum Einwohner gibt die ihre Haustüren freiwillig für fremde Menschen öffnen sind meistens Anbieter willkommen die Versorgung und Betreuung zu einem möglichst günstigen Preis anbieten. In der Regel findet eine Ausschreibung ohne Öffentlichkeit statt und es gewinnt der günstigste. Die Gemeinde spart Geld und der Anbieter der Leistung macht Gewinn.

        Nun beginnen in der Regel die Probleme. Die bisherigen Mieter der Räume verlieren ihre Arbeit oder Wohnung und sind verständlicherweise Sauer. Was ein Asylbewerber denkt, wenn er Jahre lang in einer Unterkunft möglichst günstig verbringen muss, kann man nur erahnen, vermutlich wird der auch sauer. Wenn man die Bilder von Köln sieht, könnte man eigentlich auch verstehen, wen der Einwohner am Asylbewerberheim auch sauer wird. Stimmt oder Stimmt nicht?

        Nur einer wird in der Regel nicht sauer, wenn das Motto lautet: jeder der Asyl braucht, soll kommen, der den Gewinn macht mit seiner Firma zur Betreuung von Asylbewerbern. Die Einwohner beschimpfen sich in der Regel mit Nazi und die andere Seite mit bunte Tagträumer. Vorsicht vor den Nachbarn, ein falsches Wort und eine Anzeige lauert.

        Mit der LaBa-Spenden-Socke wollte ich ausdrücken, wie schwierig es ist 500 Euro mit einer eignen Idee zu erwirtschaften. Leicht ist es Gewerbetreibende mit der Begründung alternativlos zu kündigen. Ich würde mich freuen, wenn ich wenigstens einen zum Nachdenken bringen würde, wenn ich die Gewerbetreibenden nun in einer weiteren Immobilie kündige, woher das Geld, dann kommen sollte, um die Asylbewerber zu betreuen. Mittel von der EU wird es wohl auch kaum geben, wie gesagt da sind auch viele Sauer auf uns.

        Falls sie weitere Fragen haben Herr Veselin würde ich sie gerne aus meiner Sicht zum besseren gegenseitigen Verständnis beantworten.

  4. RegineW

    Hallo Herr Veselin

    Alle in diesem Beitrag geschilderten Handlungen und Personen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit zur Zeit stattfindenden Handlungen wären zufällig und nicht beabsichtigt.

    Die bisherigen Gewerbetreibenden Unterscheiden sich von einem, der mit dem Asylgewerbe sein Geld verdient grundsätzlich. Die erste Gruppe hat Steuern gezahlt und damit zum Beispiel mit geholfen eine kostenlose Bibliothek für alle, im Asylgewerbe werden Steuern verbraucht.

    Ein Gewerbetreibender der zum Beispiel ein Hotel, wo Hotelgäste für eine Übernachtung bezahlen müssten, betreibt, hätte kein Interesse, das vor seinen Räumen eine Gruppe brüllt Otto raus und die andere Meier muss weg und vor seiner Eingangstür eine Wagenburg aus Polizeiautos steht. Er hätte kaum Kunden und würde pleite gehen. In der Regel druckt er Prospekte, um zu zeigen wie schön seine Heimat ist, um, neue Hotelgäste zu finden, die für eine Übernachtung bezahlen. Er würde sich für ein friedliches Miteinander einsetzen.

    Einer der im Asylgewerbe ein Hotel betreibt kann damit rechnen das viele Einwohner in der Umgebung seine neuen Gäste nicht lieben, obwohl die Welt richtig gut sein könnte.

    Wenn ein herkömmlicher Gewerbetreibender eine Fachkraft bestellt muss er die bezahlen. Mindestlohn, Krankenkasse, Rentenversicherung, Arbeitsmittel, Arbeitsräume und noch eine Fahrkarte kaufen und ist eventuell trotzdem noch der geldgierige Ausbeuter.

    Im Asylgewerbe kann ich Tausende bestellen und bekomme noch Geld und tue gleichzeitig Gutes. Ich könnte die neuen Fachkräfte zwar mit Bussen abholen, aber es reicht, wenn sie wissen wohin sie müssen – Arbeit für alle, Frieden für alle, kostenlose Bildung für alle und für Schutzsuchende, die sich nur vom bisherigen stressigen Leben durch Kriegsgebiete in Europa erholen möchten, am meisten bieten. Wo meine zukünftigen Arbeitskräfte sind, kann ich jeden Tag im Fernsehen beobachten, wie sie sich durch das Kriegsgebiet Europa durch kämpfen bis an meine Grenze. Wenn Drahtzäune aufgestellt werden, kann ich stundenlang reden von armen Flüchtlingen und Schutzsuchenden, aber wie gesagt mit Bussen wäre er vielleicht kein Flüchtling mehr und ich müsste die Arbeitskraft bezahlen oder mindestens den Bus. Nur wen er selbst lebend die Grenze erreicht hat er einen gesetzlichen Anspruch auf eine Schutzübernachtung in meinem Hotel. Damit zwischenzeitlich die anderen Freiwillig ihren bisherigen Gewerbetreibenden gegen einen Asylgewerbetreibenden alternativlos austauschen, Mitleid für alle ohne weitere Fragen und Diskussionen, wir gemeinsam können die ganze Welt retten, ihr freiwilligen Helfer im Asylgewerbe seit die guten und spare dann auch noch kosten. Niemals erwähnen, wer das bezahlen soll und wenn doch, wir sind so ein reiches Land, da machen sogar Millionen ungebildete Kriegs traumatisierte Menschen nichts aus. Wir haben alternativlos neue bisher leerstehende große kostengünstige Heime und in Talkshows Debattieren, wie es doch so schön mit Ausbildungsplätzen, Lehrern und sozialen Wohnungsbau, gemeinsamen Arbeiten in verschiedenen Sprachen im vergreisten Land weitergehen könnte. Einer redet anfangs von 15 Milliarden pro Jahr und ein Buch mit Grundgesetz für jedem und wenn man im Laufe der Zeit und neuen Debatten, immer ein ganz Guter sein möchte, würde seine Partei am liebsten gleich 40 Milliarden pro Jahr und für jeden ein Smartphone aus den Steuern zur Verfügung Stellen. Der gekündigte ehemalige Gewerbetreiben hat nun auch Zeit und sieht das erste Mal eine Talkshow und staunt von Woche zu Woche dynamisch mehr Milliarden, man bräuchte nur ein wenig umschichten von den sprudelten Steuereinnahmen. Er hat fast jeden Tag 12 Stunden gearbeitet und mit vielen anderen Gewerbetreibenden bloß eine kostenfreie Bibliothek geschafft und begreift warum er gekündigt wurde. Da er immer dachte als Selbständiger wird er nie gekündigt hat er keine Arbeitslosenversicherung. Kredite laufen noch, was mache ich nur. Aus seinen ehemaligen Räumen schauen traumatisierte Schutzbedürftige und wundern sich das andere im Winter im Regen stehen.

    Ich denke eine Gesellschaft, wird große Probleme bekommen, wenn sie ihren bisherigen Gewerbetreibenden austauscht, der eine kostenlose Bibliothek für alle ermöglicht hat, gegen einen der verspricht wir schaffen das, die Welt zur retten. Ich habe aber Hoffnung, wenn ich sehe das immer mehr Menschen friedlich auf die Straße gehen und damit nicht einverstanden sind.

    Hallo Herr Veselin Sie können ruhig ein wenig Reklame für diesen Eintrag bei Twitter machen oder in Ihrem Internetradio.

  5. Bernd

    Sozialromantikern an und erhalte eine Spende vom Verkauf der Socken für den kauf einer Trompete. Zukünftig versuche ich die Nazis auf ihren Versammlungen zu stören, die nicht mit Ihrer Kündigung einverstanden sind. Ich denke ab jetzt, wenn ich kein Nazi sein will, Köln Silvester sind bedauerliche Einzelfälle…………….“
    Zitatende
    —————————————————————-

    Sozialromantiker was soll das sein, Sozial ist doch nichts schlechtes und tut eigentlich nicht weh, oder doch?
    Was für ein Hass aus vielen Leuten spricht ob
    es nach`45 auch so war als viele flüchteten oder
    `89, aber klar das waren ja deutsche Flüchtlinge…………..
    Da geh ich doch glatt Trompete spielen,
    aber nicht den Pegida „Song“.

  6. Bernd

    Hab was vergessen.

    Zitat von Th:

    „Ich vermute Herr Veselin, das sie sehr viel Jünger sind als ich………….“

    Das ist (vermutlich?) keine Sache des Alters, wenn man Menschlich auch zu anderen Menschen ist.

    Ich verrate Ihnen noch mein Alter, ich bin 58 Jahre, dann brauchen Sie nicht zu vermuten.

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