„Wir lassen uns nicht unter Druck setzen“ – Flüchtlingskinder kommen nach Neukirch

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Geflüchtete Minderjährige können wohl trotz der gemeinschaftlichen Ablehnung des Neukircher Gemeinderats sowie des Bürgermeisters im städtische Schullandheim unterkommen. Das jedenfalls kündigte der Vorstand des Vereins Schullandheime e.V. an. Wie Andreas Stelzmann und Arndt Hochrein in einem Brief vom vergangenen Freitag – der Oberlausitz TV vorliegt – mitteilten, möchte man ungeachtet der Bedenken „die sofortige Aufnahme von asylsuchenden Kindern und Jugendlichen im Schullandheim.“ Gegenüber LaBa unterstrichen die beiden Herren die Vorstandsentscheidung mit den Worten:

Wir sind frei in unserer Entscheidung und lassen uns nicht unter Druck setzen.

Ein starkes Zeichen.

Was allerdings die einhellig ablehnende Haltung der Gemeindevertreter gegenüber den 50 Heranwachsenden bei den Bürgern in Neukirch nachhaltig angerichtet hat, kann man derzeit nur erahnen. Die „Unsere Kinder zuerst“-Rhetorik dürfte allerdings nicht zur unmittelbaren Steigerung der Willkommenskultur beigetragen haben. Entsprechend pointiert kommentierte der Tagesspiegel-Journalist Matthias Meisner auf Twitter:

3 Gedanken zu „„Wir lassen uns nicht unter Druck setzen“ – Flüchtlingskinder kommen nach Neukirch

  1. Ich denke das starke Zeichen müsste woanders gesetzt werden. Die Neukirchner sind meiner Meinung nach die Falschen.
    Wichtig wäre es mit gleichen Druck auf die Einzuwirken, die Schuld an den Flüchtlingsströmen in der Welt sind. Das scheint aber für einige die von Steuergeldern leben etwas schwieriger zu sein. Nur immer starkes Zeichen setzen als ob das die Problemlösung wäre.
    Die Einwohner zu Verurteilen finde ich nicht in Ordnung. Die kleinen können Eure Welt nicht retten, da müsst ihr selbst schon mehr machen. Ich schäme mich und keine Touristen, ob da die Neukirchner wirklich Schuld sind?

  2. Ich gebe es zu, ich habe mich gefreut als in München alles zusammengebrochen ist, weil vom Steuerzahler bezahlte Politiker die Realität verloren haben. Großer Mist oder? Jetzt haben wir Grenzkontrollen, wie vor vielen Jahren, weil keiner mehr weiß, wem wir zugewinkt haben. Vor kurzem noch unvorstellbar oder?

    Ich kann nicht glauben, das Neukirch unsere Probleme lösen kann. Ich kann jedem versichern, das ich in Neukirchen immer freundlich behandelt wurde. Ich kann aber die Neukirchner verstehen, wenn sie nicht die Entscheidungen der Politik ausbaden wollen.

    Richtig blöd wäre es, wenn wir auch noch anfangen würden Neukirch verantwortlich zu machen, wir können alle retten in der Oberlausitz, wenn es schon die Europäische Union mit Deutschland an der Spitze nicht geschafft die Welt zu retten.

    Aus meiner Sicht sind solche Reden Brandsätze, tragen aber nichts bei, um das Problem zu lösen.

  3. Übrigen sins es keine Neukirchner die dort leben
    sondern Neukircher.

    Zitat von THuber: “ ………….. können Eure Welt
    nicht retten, da müsst ihr selbst schon mehr machen…………..“

    Gehören Sie nicht zu dieser Welt ?

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