Papierloses Geflecht

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Ohne die Europeana würde ich bis heute nicht wissen, was ich da (auf Rudi W.s Anraten) unlängst auf einem Trödlermarkt für 2 Euro erstanden habe. Eigentlich auf der Suche nach einem handelsüblichen Kaffeefilter (Typ Melitta) stieß ich auf ein Gerät, das im Wesentlichen ohne Papierfilter funktioniert und das Kaffeemehl ausschließlich mit einem Geflecht aus starren Porzellanfäden (siehe Bild) vor der Flucht in die Tasse aufhält. Es handelt sich nach Aussage des Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig um einen „sog. Karlsbader Filter aus weißer Keramik.“ Ah ja.

Der Typ „Karlsbader Filter“ bzw. Karlsbader Kanne wurde vor über einhundert Jahren entwickelt, noch heute hergestellt und von Kaffeeliebhabern wegen seiner Einfachheit geschätzt. „Durch das komplett geschmacksneutrale Porzellan ist sichergestellt, dass die Kanne die Aromen des Kaffees voll zur Geltung bringt.“

In diesem Sinne, Augen auf beim Filterkauf.