Bittere Ernte

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Kaffee fetzt. Dass ich zu denen gehöre, die die Kaffeezubereitung zelebrieren, hatte ich bereits irgendwann mal erwähnt. Dass es, wie bei der Fischerei, allerdings so einiges beim Kaffeekauf zu beachten gilt hingegen noch nicht. Ich möchte da jetzt auch nicht ausschweifend werden. Das tut im Einzelnen die heute im NDR (wiederholt) laufende Doku „Bittere Ernte : Preis des billigen Kaffees

Früher war Kaffee ein Luxusprodukt, heute überbieten sich die Supermärkte mit Billigangeboten. Doch wer zahlt den Preis für unseren billigen Kaffee? NDR Autor Michael Höft hat bei Kaffeeröstern und auf Plantagen nach Antworten gesucht. In Brasilien wollte er herausfinden, unter welchen Bedingungen die Arbeiter auf den Plantagen unseren Kaffee ernten. Wie viel Chemie wird auf die Pflanzen gesprüht? Die Ergebnisse seiner Recherchen sind erschreckend. Nur auf einer Bio-Plantage erlebte der NDR Autor eine positive Überraschung.

Natürlich kann man die Debatte um den Kaffeepreis, der derzeit gefühlt bei 3,50 €/Pfund liegt, abwürgen, indem man anbringt, dass auch Geringverdiener sich Kaffee leisten sollten. Durchaus richtig. Nur würden vielleicht mehr prekär Beschäftigte auf die Straße gehen und für gerechtere Löhne demonstrieren, wenn 500g Kaffeebohnen fairerweise das Ddoppelte kosten würden. (Im Übrigen greift auch die dicke Mittelschicht zur „Krönung“ für 3,99 € und kippt nach dem Frühstück die halbe Kanne sauren Filterkaffee in den Ausguss.)

Ein Gedanke zu „Bittere Ernte

  1. Ich bin überzeugter Fair Trade trinker. Von den paar € mehr merke ich nicht soo viel und ich trinke, habe ich zumindest das Gefühl bewusster Kaffee. Ich kippe den nicht einfach morgens zum wachwerden runter oder nuckel an der Arbeit dran um nicht einzuschlafen 😉

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