Überall BZ

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Viele mussten, manche wollten. Aber bei jedem der auszog, blieb auch ein Stückchen Bautzen haften. Beinahe so fest, wie ein eingetretener Kaugummi an der Schuhsohle. Man kann sich dem einfach nicht entziehen. Und wenn das nicht passiert, stolpert man selbst noch in dem weiten Berlin an jeder Ecke über die Stadt auf Granit. Und hier meine ich nicht die 10-Liter-Bautz’ner-Senf-Eimer die von fliegenden Bratwurstverkäufern bis zum letzten Tropfen ausgekratzt werden oder etwa den penetranten Verweis auf die Knaststadt in einem verbrecherischen System. Und auch auf die Spree, die sich im Ostteil der Hauptstadt lange nicht mehr so wild wie in der Oberlausitz präsentiert, soll hier jetzt nicht näher eingegangen werden. Nein. Ich schlage beispielsweise die Zeitschrift PRINZ (Ausgabe Berlin) auf. Was springt mir entgegen: der Voodoo-Club Bautzen. Beschrieben als eine der angesagten Adressen für Elektromusik in Sachsen. Dazu gibt es die CD-Compilation „club lounge saxony“ mit einem Track der budyšiner DJs Hot Bananas und Rachele Dione. Klasse. Und selbst im Westteil der Metropole, auf der aktuell laufenden Tourismus-Messe ITB – THE WORLD’S LEADING TRAVEL TRADE SHOW® – fehlt es nicht an einer gewissen Dosis „nor“ und „ni“. In Halle 11.2/102 des Messegeländes können sich Reiselustige mit Vertretern der Tourist-Information Bautzen über diese eigenwillig anhaftende Eigenschaft meiner Heimatstadt unterhalten.

Und sollte ich mich so langsam aber sicher wie der Landstreicher aus der Sächsischen Zeitung anhören – Verzeihung.